Liebe Freunde des HOM

Kürzlich hatte ich ein Gespräch mit Bran über sein neues Buch „Die Hohe Kabbalah“, welches ja mit der Lehre des HOM übereinstimmt bzw. das Grundlagenwerk des HOM ist.
Bran als auch Frater M.·.M.·. äusserten den Wunsch, dass es schön wäre, wenn sich mehr Schüler und Freunde des HOM / Kabbalah an der gemeinsamen geistigen Arbeit beteiligen würden, und dass besonders eine bestimmte Übung: „2. Practicus, DER HEILIGE ATEM DER MITTLEREN SÄULE “ (S. 169 – 173) zu praktizieren jetzt von grosser Bedeutung sein könnte.
Nebst einer erhöhten spirituellen Öffnung bewirkt diese Übung auch zugleich eine ausserordentlich gute Erdung ... und hilft somit, spirituelles Streben und materielles Dasein in einen harmonischen Einklang zu bringen.

Noch wichtiger als die persönliche Transformation scheint mir jedoch die globale Wirkung der Übung: Mit jedem erneuten Durchgang jedes Praktizierenden (Übung sieben / acht) wird der Stern des Melchisedek, und somit auch das Logos/Christusbewusstsein von Tipheret ausgehend, im Erdkern verankert. Angesichts der vergangenen und auch möglichen zukünftigen schwierigen Entwicklungsphasen unserer Erde, ist es unbedingt wichtig, neue verstärkte und hoch wirksame positive Massnahmen zur Wiederherstellung des Gleichgewichts der Erde und des Friedens unter den Menschen zu fördern. Durch ein gemeinsames Üben wird der Stern des Melchisedek zu einem mächtigen Friedensegregor / Elemental. Ausserdem wird ein Kanal des Lichts und Friedens geschaffen. Und tiefgreifende persönliche und zugleich sichere Transformation kann vor allem gerade in solchen Übungen erlangt werden, wo man sich selbst aktiv schöpferisch beteiligt, um für die Erschaffung des Reiches Gottes auf Erden zu wirken (Dienst an Mutter Erde und den Menschen).

Die vorhergehenden Übungen (1. Practicus) sind (zwar in einen grösseren Kontext für die Kabbalah Übungen sinnvoll stufenweise angeordnet), doch hier für diesen Zweck nicht Bedingung, um diejenigen des heiligen Atmes der mittleren Säule zu praktizieren. Es wäre jedoch empfehlenswert, zuerst Übung 1 – Übung 6 des 2. Practicus vorbereitend ein paar Tage zu üben; dann jedoch bald einmal zur Hauptübung Nr. 7 (sowie 8) überzugehen.

Alle Brüder, Schwestern und Freunde des HOM – die sich an den Übungen beteiligen möchten – sind ebenfalls herzlich eingeladen, in den kommenden Wochen Erfahrungen mit der Übung im Forum auszutauschen. Ich selbst beginne auch erst jetzt praktisch mit den vorbereitenden und dann mit der Hauptübung und bin schon gespannt zu sehen, welches Echo sich zeigen wird.

Für alle Interessierten, die das Buch die hohe Kabbalah nicht besitzen, sind im Folgenden die vorbereitenden Übungen mit der Hautübung aus dem Buch zitiert. Ebenfalls der blaue, achtstrahlige Stern (mit vier M aussen an den vier Hauptflammen) des Melchisedek zur Visualisationshilfe.

Alles Gute und viel Erfolg
Pat

 

EINFÜHRUNG


2. Prakticus Grad - der Heilige Atem der Mittleren Säule

Innerhalb des Menschlichen Körpers befindet sich eine Art von Energieröhre, die sich vom Beckenboden bis hinauf zur Fontanelle des Kopfes erstreckt. Diese Energieröhre hat nur am Rande mit den Ströhmen von Ida und Pingala, den zwei Kundalinischlangen der Yogis zu tun, da diese der Wirbelsäule entlang auf und ab fließen, wir aber hier von einer Zentralröhre sprechen, wie sie auch von den Tibetern genannt wird. Nach tibetischer Lehre, ist diese Zentralröhre dunkelblau, was ihren Aspekt des Akashaprinzips verrät.
Stellt man sich diese Röhre visuell vor - sie ist physisch nicht sichtbar, da sie ein elektromagnetisches Feld ist und kein physisches Organ - so kann der Übende daran denken, daß diese Röhre auch seine Lebens- oder Weltenachse ist. Einer der Hauptaufgaben dieser Röhre ist es, den Menschen mit spiritueller Lebenskraft zu versorgen, welche in den antiken Ursprachen als Ka (tibetisch Feuer) bezeichnet wurde.

Um bei allen weiteren Übungen des vorliegenden Buches auch erfolgreich zu sein, ist es nun erforderlich, daß sich der Kabbalah-Schüler dieser Zentralröre bewußt wird und lernt, sie zu gebrauchen. Schließlich ist sie nichts anderes, als die Mittlere Säule des kabbalistischen Symbols des Lebens, dem Lebensbaum mit seinen Zentren Malkhut, Jesod, Tifereth und Kether.

VORBEREITENDE ÜBUNGEN


Übung 1
· Sitzend oder stehend stellen Sie sich bitte vor, wie diese Zentralsäule in Ihrem Körper dunkelblau leuchtet.
· Atmen Sie nun Kraft Ihrer Vorstellung und mittels Ihren Willens (Absicht) in den tiefsten Punkt der Zentralröhre, dem Mittelpunkt des Beckenbodens (Stelle zwischen Anus und Geschlechtsorgan) und ziehen Sie Ihren Atem dann hinauf bis zum Bauchnabel.
· Halten Sie den Atem eine Sekunde lang an.
· Atmen Sie ohne weitere Vorstellung aus.
· Atmen Sie nun durch den höchsten Punkt Ihrer Zentralsäule, der Fontanelle, ein und ziehen sie den Atem hinunter bis zum Bauchnabel, so daß dort beide kraftströme aufeinander treffen. Warten Sie wieder eine Sekunde und atmen ohne Vorstellung aus.
· Wiederholen Sie nun beide Atmungen nacheinander. Je nach Begabung werden Sie nach einigen Minuten die Energie im Körper spüren können, die sie aktiviert haben.

Übung 2
· Wenn Sie diese Atmung ohne Anstrengung beherrschen, dann wiederholen sie die Übung mit dem Unterschied, daß Sie den von unten kommenden Atem bis ins Herzzentrum ziehen, so daß sich beide Atemströme - Ka-Ströme - dort treffen, statt vorher im Bauchnabel.


Nach einigem Üben werden Sie deutlich die beiden Qualitätsunterschiede der Übung 1 und 2 feststellen können, denn 1 entspricht der Aktivierung Jesods und 2 entspricht der Aktivierung Tifereths, der Zentralsonne.


Übung 3
· Wiederholen Sie nun Übung 2 mit dem Unterschied, daß sie nicht mehr ohne jegliche Vorstellung ausatmen. Visualisieren Sie in dieser Übung, daß die Ka - Kraft beim Ausatmen vom Herzzentrum aus sich im gesamten Körper ausdehnt und verteilt und Ihre eigene Lebenskraft entscheidend erhöht und stärkt (es genügt die Absicht, welche in Ihrem Tun liegt, die Fähigkeit des bildlichen Sehens ist nicht notwendig). Dieses Verströmen aus dem Herzen heraus wird natürlich mit beiden Ka-Strömen praktiziert, dem der von Unten her hinauf fließt und derjenige, der von Oben her nach Unten fließt.
· Sobald Sie es schaffen, innerhalb weniger Minuten eine deutlich verbesserte Vitalität zu spüren, beherrschen Sie diese Übung. Versuchen Sie dann, anstatt nacheinander "oben" und "unten" einzuatmen, beide Atemströme - Ka-Ströme - gleichzeitig einfließen und sich aufeinander treffen zu lassen.


Übung 4
· Gehen Sie nun in der Übung 3 weiter in dem Sie die beiden Ka-Ströme, die sich im Herzzentrum treffen, nicht mehr im physischen Körper, sondern in Ihrer Astralmatritze zur Ausdehnung bringen. Die Astralmatritze ist Ihr energetisches Doppel, welches Ihren Astralkörper mit Ihrem physischen Körper verbindet und zusammenhält. Diese Astralmatritze stellen sie sich bitte als weißes Licht vor, das bis zu zehn Zentimeter aus Ihrem physischen Körper strahlt, diesem aber ansonsten gleicht.


Übung 5
· nach einigem Üben der Übung 4, visualisieren Sie statt Ihre Astralmatritze Ihren Astralkörper. Der Astralkörper ist Ihrem physischen Körper ebenfalls ähnlich. Er ist Ihr Gefühls oder Emotionalkörper, den Sie sich - analog der Mondschwingung - silberfarben vorstellen können. Aber selbst hier zählt wie bereits weiter oben erwähnt, die Absicht und weniger das Talent der Vorstellungskraft.
· Versuchen Sie die Unterschiede zwischen der 4. und der 5. Übung wahrzunehmen.

Übung 6
· Schließlich ist die 4. bzw. 5. Übung auf Ihren Mentalkörper anzuwenden.
· Sie lassen demnach beide Ka-Ströme im Herzen - Tifereth - aufeinander treffen und dehnen deren vereinigte Vitalität in Ihrem Mentalkörper, Gedankenkörper, aus.
· Zur Erleichterung Ihrer Visualisation, stellen Sie sich Ihren Mentalkörper in einer leuchtend gelben Farbstrahlung vor, der einiges größer als Ihr physischer Körper ist und den physichen als auch den Astralkörper durchdringt.

Bran weist in seinem Buch mehrmals daraufhin, dass bei der Wirkung einer Visualisation vor allem die Absicht (dass er da ist) entscheidend ist, und nicht unbedingt ein hunderprozentiges visuelles sehen.

Ich persönlich hatte mich mit dem Stern in solcher Weise vertraut gemacht, dass ich beim Vorstellen gleichzeitig auch das Gefühl für den Stern zu aktivieren versuche .. Unter Umständen kann es auch helfen, dazu (einführend nur) gleichzeitig den Namen Melchior Melchisedek oder nur Melchisedek wie ein Mantra zu wiederholen, um das Gefühl des Sterns besser zu aktivieren .. der Stern als ein göttliches (positives) Elemental zu schaffen.
Bei der Hauptübung geht es natürlich nicht um Mantra rezitieren .. habe an dieser Stelle nur meine persönliche einführende Erfahrung berichtet; jedermann/frau hat ja ihren eigenen Weg zu visualisieren.

HAUPTÜBUNG

Übung 7
· Erst, wenn Sie die Übungen 1 bis 6 ohne Anstrengung durchführen können, beginnen Sie nun mit der Übung 7
· Setzen Sie sich in bequemer und entspannter Haltung hin. Sehen Sie nun Kraft Ihrer Vorstellungskraft, Ihre blaue Zentral- bzw. Ka-Säule.
· Verlängern Sie nun Ihre Ka-Säule von Ihrem Herzzentrum aus - Tifereth - bis tief in die Erde und verankern diese im Zentrum des Erdkerns. Es sei nochmals darauf hingewiesen, daß Energie stets der Aufmerksamkeit folgt. Es genügt also, daß sie das beschriebene wollen und beabsichtigen, es einfach tun und dessen Erfolg niemals in Frage stellen.
· Umgekehrt richten Sie Ihre Aufmerksamkeit von Ihrem Herzzentrum hinauf in die obersten Dimensionen. Dort wo sie glauben, am höchsten göttlichen Punkt den Sie zu erreichen momentan in der Lage sind, angelangt sind, sehen Sie einen brennend blauen achtstrahligen Stern, Zeichen des Melchisedek.
· Ziehen sie nun dieses Symbol durch Ihren Kanal bis zum Herzzentrum.
· Dort dehnen Sie den achtstrahligen Stern in Ihren Körpern, dem physischen, dem astralen und dem mentalen Körper aus.
· Gehen Sie dann weiter und lassen den Stern innerhalb Ihrer Zentralsäule bis hinunter in den Mittelpunkt des Erdkerns gleiten, wo er sich ganz von alleine fest verankert.
· Sehen nun den Stern des Melchisedek am höchsten vorstellbaren Punkt über Ihnen und gleichzeitig im Erdkern unter Ihnen.
· Atmen Sie nun wie in den vorherigen Übungen den unteren Ka-Strom hinauf ins Herz und den oberen K-Strohm hinunter, ebenfalls in Ihr Herzzentrum, wo sich beide Ka-Ströhme treffen.
· Fühlen Sie sich nun als Mittelpunkt und Achse zwischen Himmel und Erde.
· Diese Übung wird Sie ausgesprochen gut erden. Außerdem erhalten sie durch das oftmalige Wiederholen eine erhöhte spirituelle Öffnung.


Übung 8
· Wiederholen Sie die letzten Übungen mit der kleinen Erweiterung, daß Sie die beiden Ka-Ströme nicht nur in Ihren Körpern ausdehnen und verteilen, sondern üben Sie dahingegen, daß Sie alle Körperwahrnehmung "ausschalten", Raum und Zeit auflösen und sich, aus Ihrem Herzzentrum im gesamten Universum, der Akasha-Ebene, ausdehnen. Hierbei ist es besonders wichtig, während der Übung Gefühle der Liebe und Güte, der Ruhe und des Friedens zu fühlen.
· Derjenige, der mit den Übungen Franz Bardons vertraut ist, wird bemerken, daß Bardon nicht das Herzzentrum sondern den Solarplexus als Mittelpunkt zur Ausdehnung in den unendlichen Akasha-Raum nennt. Dem Leser sei aber empfohlen, sich bei diesen Übungen im Herzen und nicht im Solarplexus zu "zentrieren", es sei denn, das auf anderes hingewiesen wird.